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21.03.2013, 19:30 Uhr
Klausurtagung des CDU-Gemeindeverbandes Salzbergen
Kaum Spielräume für Windparks
Anlässlich der traditionellen Klausurtagung traf sich der CDU-Gemeindeverband Salzbergen in der Fastenzeit im vollständig sanierten Dorfgemeinschaftshaus Steide, um schwerpunktmäßig Entwicklungen zur Energiewende und in der Landwirtschaft zu erörtern. Erstmalig anwesend war auch der CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Mittelems Herr Albert Stegemann. Stegemann war im letzten Jahr in einer Urwahl von den CDU-Kreisverbänden Lingen, Meppen und Grafschaft Bentheim als Nachfolger von Herrn Dr. Hermann Kues als Kandidat für die Bundestagswahl im September nominiert worden.

Das Foto zeigt die Teilnehmer an der diesjährigen CDU-Klausurtagung mit dem Ehrengast Herrn Albert Stegemann (3. v. l.). Weitere Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie unter dieser Meldung.

CDU-Ratsmitglied und 1. Stv. Bürgermeister Hermann Hermeling stellte zum Auftakt der Tagung beispielhaft einige Modelle an planungsrechtlichen Steuerungsmöglichkeiten zur Errichtung von Tierhaltungsanlagen aus kommunaler Sicht vor. Hermeling ist zudem Vorsitzender des Kreisvereins Lingen im Emsländischen Landvolk und damit bestens über die Entwicklungen in der Region und im Land informiert. Nach eingehender Diskussion wurde abschließend festgestellt, dass das Bild einer „idyllischen Landwirtschaft“ – wie es Grüne und Naturschutzverbände als Ziel propagieren – heute nicht mehr der Realität entspricht und nur vermeintlich ein erstrebenswertes Ziel ist. Die moderne Landwirtschaft habe es aber in den letzten Jahren versäumt, die Notwendigkeiten moderner Tierhaltung und modernen Ackerbaus im Sinne von notwendiger Nahrungsmittel- und Energieproduktion überzeugend zu vertreten. Die Einhaltung von Hygienestandards, des Tier- und Naturschutzes widerspräche nicht dem Ziel ausreichend und gesunde Lebensmittel zu produzieren und Mast, sowie Zucht in größerem Umfang zu betreiben, um die Wirtschaftlichkeit der Höfe zu erreichen. Den Landwirten dürfe dabei nicht nachteilig ausgelegt werden, dass auch die Wirtschaftlichkeit der landwirtschaftlichen Betriebe gewahrt werden muss, appellierte Hermeling für einen fairen Umgang miteinander.
 
CDU-Ratsmitglied Ansgar Egbers-Berendt führte mit einem kurzen Impulsvortrag in die nächste Diskussionsrunde zum Thema „Energie“ ein und verglich die Energieversorgung früher mit den heutigen Möglichkeiten und den heutigen Möglichkeiten und den Perspektiven für Morgen. Dabei wurden die Themen „notwendiger Netzausbau“ u. a. auch vor dem Hintergrund der geplanten Höchstspannungsleitungen, die auch durch das Gemeindegebiet führen werden, „Stabilität der Netze“ und „Speichertechniken“ erörtert. Die mit der Bioenergieerzeugung einher gehende „Vermaisung der Landwirtschaft“ wurde genauso kontrovers diskutiert sie das Thema „Fracking“ oder die Folgen des Energieeinspeisegesetzes.

CDU-Fraktionsvorsitzender Alfred Vehring wies darauf hin, dass in der flächenkleinen Gemeinde Salzbergen Wohnen, Gewerbe sowie Natur- und Landschaft „unter einen Hut“ gebracht werden müssten. Vor dem Hintergrund der Aufgabe des Bundeswehrflughafens in Rheine Bentlage sehe er keine großen Spielräume für neue, große Windparks. Auch verteidigte er den im Rat gefassten Beschluss, das Stromnetz wie bisher durch die RWE betreiben zu lassen. „Dieser starke Partner garantiert Netzausbau und –stabilität in Salzbergen.“

Text: Pressemitteilung Rheiner Anzeiger vom 20.03.2013
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